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ZjR - Zeitschrift für junge Religionswissenschaft
ISSN 1862-5886 • Ausgabe 01/2006:

Titelbild
Björn Maronga
Beschreibung      | Webseite | e-Mail

Das Foto wurde mit einer Canon EOS 350D aufgenommen. Es entstand eigens auf Grund der Wettbewerbsausschreibung für die ZjR. Da ich selbst kein Religionswissenschaftler bin, aber dennoch Interessen in diese Richtung gehend habe, näherte ich mich dem Thema mit meinen eigenen Vorlieben und Faszinationen. Insofern war das Thema Buddhismus mein erster Gedanke. Gerade die Ästhetik dieser Religion reizte mich dazu, ein Motiv photographisch umzusetzen. Ein zierender Zen-Garten und eine Buddhafigur waren im eigenen Heim vorhanden, wodurch sich die Idee zu diesem Bild leicht umsetzen ließ.

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Editorial
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Artikel

Moez Khalfaoui
Das Frauenbild der »geistlichen Anleitung« der Attentäter des 11. September 2001. Brechen die Islamisten mit traditionellen Mustern der Frauendarstellung im Islam?
Abstract     |HTML | PDF

Die »geistliche Anleitung« ist das Manuskript, das nach dem Attentat des 11. September 2001 im Gepäck des Hauptverdächtigen dieses Attentats gefunden wurde. Dieser Beitrag behandelt einen Aspekt dieser »geistlichen Anleitung«: das Frauenbild im Terrorismus. Mohammed Atta (der Autor jenes Textes) macht aus den Paradiesjungfrauen aktive Frauen, welche die Männer selbstbewusst provozieren. Das Paradies ist nicht mehr ein Ort, sondern eine »unverschämte« Frau. Es soll die Art und Weise dargestellt werden, wie jener Text die symbolische Rolle, welche den Frauen im Terrorismus zugeschrieben wird, definiert. Im Vergleich mit dem Frauenbild im Koran und anderen islamischen Texten zeigt sich die neue Konzeption der Terroristen von Frauen.

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Jörn Meyers
Ist die Religion der Germanen wiedererweckt? Zur Frage nach den Traditionslinien und historischen Wurzeln bei rechtsgerichteten Neugermanen
Abstract      | HTML | PDF

Rechtsgerichtete neugermanische Gruppen sehen teilweise in der Religion der alten Germanen die anzustrebende »deutsche Volksreligion«. Diese Arbeit zeigt auf, wie sie zu dieser Einschätzung kommen und sie zeichnet chronologisch das Bild der Germanen und ihre Rezeptionsgeschichte nach, um mögliche Traditionslinien und Einflüsse nachzuweisen. Die Quellen über die alten Germanen sind wenig aussagekräftig. Schriftliche und mündliche Überlieferungen stammen aus späteren Zeiten und waren daher fremden Einflüssen ausgesetzt. Erst mit der Wiederentdeckung (1473) von Tacitus' Germania beginnt die Beschäftigung mit der germanischen Vergangenheit. Vermeintlich germanische Kultur (und Religion) dient im Zeitalter des Nationalismus als eine Grundlage der »deutschen Volksidentität«. Darwinismus und Biologismus werden uminterpretiert, es entsteht der Gedanke der »natürlichen Ungleichheit« der Menschen und die Entwicklung der »hierarchischen Rassenlehre«. Neben anderen Gruppen greift besonders die ariosophische Bewegung um Guido (von) List dieses Gedankengut auf und gibt Impulse an die NSDAP weiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind als wichtige rechtsgerichtete Neugermanen mit rassistisch-exklusiven Lehren der »Armanen-Orden« und die »Artgemeinschaft e.V. - Glaubensbund wesengemäßer Daseinsgestaltung« zu nennen. Die zahlreichen Religionsgruppierungen im neugermanischen bzw. gesamten neuheidnischen Bereich sind sehr heterogen - zusätzlich zu unterschiedlichen Inhalten erschweren neben Doppelmitgliedschaften auch Abspaltungen oder Umbenennungen den genauen Überblick. Daher wird der Beitrag keine verallgemeinernde Schlussfolgerungen ziehen können.

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Verena Schmidt
Zum Verhältnis von Religionswissenschaft und Kritik. Eine Auseinandersetzung mit den Positionen Russell T. McCutcheons und Kurt Rudolphs
Abstract      | HTML | PDF

Im Zentrum des folgenden Aufsatzes steht die Frage nach dem Verhältnis von Religionswissenschaft und Kritik. Anhand der Auseinandersetzung mit den Positionen Kurt Rudolphs und Russell T. McCutcheons soll herausgearbeitet werden, wie Religionswissenschaftler/innen mit dem Spannungsverhältnis der Forderung nach Wertneutralität auf der einen und der Erwartung der Gesellschaft nach einer konkreten Einschätzung der jeweiligen religiösen Gemeinschaften auf der anderen Seite umgehen können. Was ist die Aufgabe von Religionswissenschaftlerinnen und Religionswissenschaftlern? Steht eine Kritik an Religionen im Widerspruch zum Postulat der Wertneutralität? Oder sind Religionswissenschaftler, die keine Kritik an den jeweils untersuchten religiösen Gemeinschaften üben, lediglich Bewahrer religiöser Gemeinschaften, die ihrer Aufgabe als öffentliche Intellektuelle nicht gerecht werden? Welchen Stellenwert haben die Reflexion des Verwertungsinteresses und die kritische Selbstreflexion des Forschers während des Forschungsprozesses? Kurz: Wie können sich Religionswissenschaftler im Spannungsfeld zwischen religionswissenschaftlichem Gegenstand, (Religions-)Wissenschaft und Gesellschaft verorten? Diesen Fragen soll im Beitrag genauer nachgegangen werden.

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Eva-Maria Schulz
»Das Leben eines Menschen wird durch seine Ernährung bestimmt« - Makrobiotik als Gegenstand religionswissenschaftlicher Forschung
Abstract      | HTML | PDF

Ausgehend von der Feststellung, dass sich in Esskulturen oftmals auch religiöse Vorstellungen wiederspiegeln, betrachtet dieser Artikel die makrobiotische Ernährungslehre. Er beschreibt zum einen die makrobiotische Vorstellung eines Zusammenhangs zwischen Ernährung, Gesundheit, Glück, Frieden und Schicksal und stellt so die Makrobiotik als Gegenstand religionswissenschaftlicher Forschung vor. Die von dem Japaner Georges Ohsawa zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte makrobiotische Lehre ist in ihrem Kern eine Kombination daoistischer und zen-buddhistische Kosmologie und Philosophie. Im Zentrum der Lehre steht die von Ohsawa entwickelte In'yologie, eine Lehre, welche laut Ohsawa Philosophie und Wissenschaft vereine, indem die Yinyang-Dialektik auf Disziplinen wie Chemie, Medizin, Physik, und Ernährungslehre übertragen wird. Ziel makrobiotischen Kochens ist es demnach, einen Ausgleich zwischen »yinniger« und »yangiger« Nahrung herzustellen, woraus körperliche, seelische und spirituelle Gesundheit, Harmonie, letztlich das Einswerden mit dem Einzigen Prinzip von Yin und Yang resultiere. Aus religionswissenschaftlicher Sicht wird die Nahrung damit zum Medium für die Beziehung zur Transzendenz, dem einzigen Prinzip oder dem Wahren Universum.

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